Modulnorm
Die IG Schmalspurmodule Sachsen nutzt als Grundlage für ihre Module die vorhandene H0e-Norm des FREMO, welche aber vereinfacht und mit einem für das Mittelgebirge unverzichtbaren Bergprofil ergänzt wurde.
Weiterhin haben wir uns im Laufe der Zeit bei der Gestaltung der Landschaft (Schotter, Begrasung mit Elektrostat, Bäume usw.) auf bestimmte Produkte und Vorgehensweisen festgelegt, was unserem Gesamtkonzept zu einem einheitlichen Erscheinungsbild verhilft. Darauf basierend wurden weitere Festlegungen getroffen, die in unserer eigenen Modulnorm Eingang fanden.
Modulprofile
Die Modulprofile H0e-S_P01 (Flachprofil) und H0e-S_P03V (Bergprofil) sind kompatibel zur FREMO-Norm, jedoch sehen beide Profile eine Schotterbettung (4 mm) vor. Das Bergprofil dient vor allem der Darstellung erzgebirgstypischer Motive.
Modulkästen
Beim Bau der Modulkästen (Tischlerplatte, Sperrholz usw.) ist darauf zu achten, dass die Seitenteile mindestens 80 mm hoch sind und die Stabrichtung der Tischlerplatte in Längsrichtung verläuft. Es kann sonst zu Brüchen im Material kommen. Die Modulprofile sind entsprechend der Konstruktion nach unten zu verlängern. Die Modulbeine sind höhenverstellbar auszuführen und fest mit dem Modulkasten zu verschrauben.
Die Modulkästen und –beine sind grundsätzlich mit Holzschutzlasur gegen Feuchtigkeit zu behandeln und danach zu lackieren (keine Acrylfarbe!). Die Stirnseiten der Modulkästen sollten ausschließlich mit Holzschutz behandelt werden, da sonst durch die zusätzliche Farbschicht bei der Demontage der Modulkästen starke Verklebungen und damit Beschädigungen auftreten können. Der Farbton der Außenfarbe ist für ein einheitliches Erscheinungsbild auf Schokoladenbraun matt - RAL 8017 (z.B. Praktiker, Fa. Faust) festgelegt.
Für die Verschraubung der Modulkästen untereinander sind Flügelschrauben M8 (Länge mindestens 60 mm, Durchmesser 80 mm) mit entsprechenden Flügelmuttern zu verwenden (keine normalen Muttern!), die Bohrungen in den Modulkästen sollten einen Durchmesser von 100 mm besitzen (geringer Höhen-/Seitenausgleich möglich).
Hinweis: Module, die bei Ausstellungen eingesetzt werden sollen, müssen eine geschlossene Geländedecke aufweisen, um bei Entgleisungen ein versehentliches Herunterfallen von Fahrzeugen zu vermeiden. Grundzüge des Landschaftsbaus sollten ebenfalls erkennbar sein, Rohbaumodule sind nicht gestattet.
Oberbau
Der Oberbau ist analog der Modulprofile mit einer feinporigen Korkbettung (4 mm) zu versehen. Die Gleistrasse sollte 4 mm nach unten abgesenkt sein, damit das Korkbett an die Modulkante anstößt (nicht aufliegt!).
Gleisbau
Die verwendeten Gleissysteme dürfen in der Profilhöhe Code 83 (2,1 mm) nicht überschreiten. Gleisbögen in Bahnhöfen und auf freier Strecke sollten einen Mindestradius von 600 mm nicht unterschreiten, 700 mm und größer sind empfehlenswert. Die Weichen sollten möglichst schlanke Abzweigwinkel aufweisen (z. Bsp. Glöckner) und mit elektrischen Servo- oder Motorantrieben (z. Bsp. Hoffmann) ausgestattet sein. Die Schienenoberkante liegt in einer Höhe von 110 cm über dem Boden.
Schotter
Es wird das Material von Modellbau Jens König in der Farbgebung (braun/grau) empfohlen.
Landschaft
Realistische Landschaftsgestaltung sollte Voraussetzung für eine harmonische Modullandschaft sein. Daher sind „Flaschenputzer-Fichten“ und “Kunststofftannen” ebenso unerwünscht wie Streumehl. Als Jahreszeit ist Spätsommer (analog der FREMO-Norm) festgelegt. Die Landschaft muss typisch sächsisch gestaltet werden, z. Bsp. mit Motiven aus dem Erzgebirge. Als Landschaftsmaterialien werden aufgrund eines möglichst einheitlichen Erscheinungsbildes nur hochwertige Materialien empfohlen. Dafür haben sich in der Praxis nachfolgende Materialien als empfehlenswert heraus gestellt:
- Heki Grasfaser 5mm Art.-Nr. 3367 (Wiesengrün)
- Heki Grasfaser 5mm Art.-Nr. 3368 (Waldboden)
- Heki Grasfaser 5mm Art.-Nr. 3370 (Savanne)
Diese Fasern werden mit Noch Graskleber Art.-Nr: 61131 oder mit dem üblichen Ponal-Wasser-Gemisch befestigt. Schotter, Staub und Splitt werden ebenfalls mit einem Ponal-Wasser-Spülmittel-Gemisch befestigt.
Technik
Als DCC-Digitalsystem wird die Funkzentrale multiZENTRALEpro von Roco eingesetzt, als Handregler somit vorzugsweise die multiMAUSpro (Funkmaus). Es können aber auch alle anderen zum RocoNet kompatiblen Handregler (multiMAUS, Lokmaus 2/3 usw.) genutzt werden, dann ist im Bedarfsfall eine Verlegung eines RocoNet-Bus unter den Modulen notwendig.
Die Modulverdrahtung ist für einen vereinfachten DCC-Betrieb mit je einer Ringleitung für Fahrstrom (digital: blau/rot) und Wechselstrom (analog: schwarz/gelb) vorgesehen. Der Querschnitt der beiden Ringleitungen darf 1,5 qmm nicht unterschreiten.
Für den Bedarfsfall ist bei Betriebsmodulen die Nutzung vom RocoNet-Bus vorbereitet. Diese Module bzw. Modulgruppen sollten mit mindestens einer (besser: mehrere) 6-poligen RocoNet-Buchse (RJ45) je Modulseite ausgestattet werden.
Hinweis: Analogmodule müssen auf Digitalbetrieb umschaltbar sein, einzeln abzuschaltende Gleise sind nicht gestattet!
Betriebsstellen
Für Betriebsstellen (Bahnhöfe, Werksanschlüsse, Abzweige) ist folgende Ausstattung erforderlich: eine hinreichende Anzahl RocoNet-Buchsen auf der Bedienerseite, 2 x 10 m RocoNet-Kabel (6-polig), Befestigungen für Handregler. Die Bedienelemente für Weichen und Signale müssen auf der "Besucherseite" abschaltbar sein, die Stellung der Kippschalter muss die Lage der Weichen wieder geben (Fahrweg - nicht Stellung der Weichenzunge!).
Fahrzeuge
Die eingesetzten Fahrzeuge sollten über eine funktionsfähige Scharfenbergkupplung (Modellbau Veit) verfügen oder zumindest mit einem passenden Adapter für andere Kupplungen (Trichter- oder Bügelkupplung) ausgestattet sein. Alle Fahrzeuge sollten mit einer eindeutigen Kennzeichnung (Initialen des Eigentümers) versehen werden. In den Lokomotiven muss ein DCC-Lokdecoder (z. Bsp. ESU LokPilot micro, ZIMO MX62/620 usw.) eingebaut sein. Die Decoder dürfen als Anfahr- und Bremsverzögerung (CV 3/4) den Wert 3 nicht überschreiten, ebenso sollte die Maximalgeschwindigkeit (CV 5/6) der Vorbildgeschwindigkeit (30 km/h) angepasst sein.
Fahrbetrieb
Die Vorgaben bezüglich eingesetzter Fahrzeuge beschränken sich auf die Auswahl innerhalb einer Epoche (bevorzugt: Deutsche Reichsbahn der Epoche IV, aber auch Epoche III möglich) und müssen dem sächsischen Vorbild entsprechen. Auf Fahrplan, Fahrzeiten oder festgelegte Zugbewegungen verzichten wir freiwillig ...
aktueller Stand: 12.08.2011
Download >>> Modulnorm (pdf - 42 kB)
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Nachfolgend die beiden von der IG genutzten Profile:
Flachprofil H0e-S_P01: Profilhöhe 100mm, Breite 400mm, variable Längen möglich
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Bergprofil H0e-S_P03V: Profilhöhe 150mm, Breite 400mm, variable Längen möglich
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Alternativ können die Modulkästen auch mit einem erhöhten Rahmen genutzt werden:
Flachprofil H0e-S_P01U: Profilhöhe 134mm, Breite 400mm, variable Längen möglich, besonders für Brückenbauwerke geeignet
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Bergprofil H0e-S_P03U: Profilhöhe 184mm, Breite 400mm, variable Längen möglich, besonders für Brückenbauwerke geeignet
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Zeichnungen: Copyright © by André Göbel




